Manche Menschen behalten etwas sehr gut wenn sie z.B. etwas lesen, andere erst, wenn sie gelesenes selbst noch einmal aufschreiben... Das liegt daran, daß jeder seine eigene Art hat etwas zu lernen. Man unterscheidet sie in auditiv, visuell, kommunikativ und motorisch. Diese Art(en) zu lernen kann man unterstützen. Kennt man seinen Lerntyp noch nicht, kann man z.B. hier mehr darüber erfahren. Vokabeln - Hier kann man es genauso machen wie auch früher schon. Bekannte Hilfen sind Vokabelhefte, besser noch Karteikarten, Haftzettelchen auf (symbolischen) Gegenständen oder lautes Lesen. Bei letzterem sollte man sich (siehe Anfang) noch mal genau die Aussprache und Betonung der Worte zu Gemüte führen! Sindarin ist nicht Deutsch, deshalb sollte man gar nicht erst anfangen, sich die Worte falsch einzuprägen!
Dabei sollte man nicht vergessen, nicht nur die aktuellen Vokabeln zu lernen, sondern die alten auch mal zu wiederholen! In diesem Fall ist ein Karteikarten-System recht praktisch. Wer nicht genau weiß, was es damit auf sich hat, sollte hier einmal reinsehen - Thematische Vokabellisten sind praktisch, wenn man ein Synonym sucht. Angenommen man sucht ein Verb zu einer Sinneswahrnehmung (bemerken, spüren), dann kann man in einem Wörterbuch schon mal länger suchen, wenn man nicht genau weiß, ob es das Wort überhaupt auf Sindarin gibt oder ob es auch wirklich unter dem Wort zu finden ist. Einfacher ist es da in einer thematisch sortierten Liste nachzusehen. Das Erstellen dieser Liste übt gleichzeitig.
Außerdem lassen sich Vokabeln manchmal besser behalten, wenn sie zu einer Gruppe gehören. So lassen sich gut Wortgruppen und Wortpaare lernen (z.B. geben - nehmen oder annähern - kommen - bringen - holen lassen)
- Fallen einem Wörter auf, die sich sehr ähnlich sind, kann man diese ebenfalls in eine gesonderte Merkliste aufnehmen, (z.B. dortha- - dartha-) um sich den Unterschied noch einmal deutlich vor Augen zu führen damit man sie nicht so leicht verwechselt.
- Manchmal hat man einfach Vokabeln, die man andauernt wieder vergisst oder verwechselt. Auch hier sind die oben genannten Tipps manchmal hilfreich. Hat man mehrere dieser wiederspenstigen Worte, kann man auch Merksätze damit bilden.
- Wir sollten unserer Neugier ruhig mal freien Lauf lassen, wenn es darum geht, neue Vokabeln (die nicht in den Pedin Edhellen Lektionen stehen) aufzunehmen. Wer sich wirklich fragt, was wohl dieses oder jenes Wort auf Sindarin heißt, merkt es sich wahrscheinlich besser, als wenn es einfach nur zu einer Lektion dazugehört. Hierbei muss man aber unbedigt auf die sogenannten Spezialfälle (special cases) Acht geben. Eine Liste findet sich u.a. hier. Dise Worte verhalten sich bei Mutationen anders, als man es erst lernt. Deshalb gilt: entweder nicht verwenden oder aber in einer Liste nachsehen, wie diese sich verändern.
- Verwendet man eine Lehrnkartei, kann man bei Nomen den übrigen Platz prima für die Mutationen nutzen. Mit jeder Mutation die dazu kommt, kann man es erweitern. So könnte am Anfang eine Karteikarte aussehen:
| galadh | | galadh | i 'aladh | | gelaidh | i ngelaidh |
Dabei lernt man auch gleichzeitig die Pluralform. Hat man die Vokabeln oft genug wiederholt, brauch man keine Angst zu haben, an einer eigentlich bekannten Vokabel lange überlegen zu müssen, nur weil sie z.B. im Plural mit nasaler Mutation steht.
Grammatik Auf die Dauer ist es sinnvoll nicht immer bei jeder Grammatikfrage im Lehrbuch zu blättern oder sich die betreffende Passage bei sindarin.de herauszusuchen. - Ein selbsterstelltes Grammatikheftchen ist einerseits gut und einfach beim Nachschlagen und andererseits lernt man, während man die Grammatikregeln aufschreibt. Das A & O hierbei ist aber, es nicht einfach abzuschreiben (sei es aus dem Lehrbuch oder aus der Grammatik im Netz), denn dadurch mag zwar schon ein wenig hängen bleiben, aber das wirkliche Verständnis kommt besser, wenn man eigene Sätze formuliert.
Das geht natürlich, indem man aus dem Gelernten kurze, einprägsame Sätze formuliert, z.B.: „Direkte Objekte werden weich mutiert.“ Oder man kann mache Sachen auch gut abstrakter darstellen. Z.B. obige Regel auch im Satzzusammenhang: „(Subjekt) - Prädikat - direktes Objekt/Akkusativ [weich] - direktes Objekt/Dativ [weich] - indirektes Objekt [siehe Präposition]“ Dieser „Merk-Satz“ ist kurz und gibt mit einem Blick Auskunft über die Art der Mutation, die Satzstellung von direkten Objekten bei der Unterscheidung in Dativ und Akkusativ, sowie über Satzstellung generell. ! Allerdings sollte man bei allen Merksätzen beachten, dass sie meist nur die Vereinfachung eines komplexen und vielleicht strittigen Inhalts sind ! - Eine andere Möglichkeit ist, eigene Auflistungen zu schreiben. Z.B. Präpositionen mit den von ihren (wahrscheinlich) ausgelösten Mutationen lassen sich gut auflisten. Ähnlich kann man z.B. auch mit I-Umlautungsregeln, Präfixen, Konsonanten-Gruppen oder auch mit Verben/Zeitformen machen.
Eine Liste mit Verben und ihrer Konjugation ist besser aufgehoben in einer DIN A4-Tabelle, als z.B. in einem Vokabelheft oder auf einer Karteikarte (außer man arbeitet mit XXL-Karten ;-)), denn Sindarin hat zwar lange nicht so viele Zeitformen wie etwa Deutsch, aber eh man sich versieht, braucht man eine Menge Platz für z.B. (zusätzliche) analoge Formen. Außerdem sei noch Thorsten Renk’s Anmerkung erwähnt, dass es wenig sinnvoll ist, Verben nach ihren Infinitiven (wie etwa im Duden) aufzulisten. Besser ist es, man notiert sie nach ihrem „Stamm“. Texte & Dialoge Die Texte & Dialoge sind die Schnittmenge von Vokabeln, Grammatik und nicht zuletzt von Aussprache & Betonung. Deshalb bieten sie Ansätze zu jeder Menge Übungen. - Die simpelste Art damit anzufangen, ist, ihn erst mal abzuschreiben. ;-)
- Das Verständnis, die Vokabeln und die Grammatikregeln lassen sich gerade am Anfang einfach trainieren, indem man aus dem Lektionstext einen Lückentext macht. Dabei lässt man beim Abschreiben einfach alle 4/5 Wörter eines aus. Selbstverständlich sollte man sich dabei ggf. für eine größere oder kleinere Lücke entscheiden, je nachdem wie schwierig man es sich machen will. Dann lässt man den Text einen oder mehrere Tage liegen. Die fehlenden Wörter sofort einzufüllen, ist für’s Langzeitgedächtnis wenig sinnvoll. Unter Umständen sollte man hinter die Lücke in Klammern die dt. Übersetzung oder den dt. Infinitiv schreiben, damit man auch später noch weiß, was da eigentlich mal hin sollte...
- Bekommt man es mit der Lenition zu tun, wird der grammatikalische Satzbau interessant. Selbstverständlich sollte man wissen, was ein Subjekt, ein Objekt u.s.w. ist. Bewaffnet mit einer Reihe von schönen Buntstiften lassen sich alle wichtigen Satzbestandteile im Lektionstext markieren. Das mag bald etwas bunt und verwirrend aussehen (man muss es ja nicht gerade im Original machen), ist aber eine gute Möglichkeit zu erkennen, wo vielleicht mutiert werden muss. Die Lektionstexte werden mit der Zeit sicher nicht einfacher strukturiert und dann ist es wichtig, sicher und schnell über die grammatikalische Art eines Wortes zu entscheiden.
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Jede Lektion behandelt ein bestimmtes Thema, meist auch mehrere. Im Lektionstext lassen sich dazu (fast) immer Beispiele finden. Auch diese sollte man sich einmal herausschreiben. (Der Autor hat sich soll sich ja nicht umsonst so viel Mühe gemacht haben...) Mit diesen Wörten kann man dann etwas spielen:
Z.B. mutierte Wörter in die Grundform setzen; von Pluralen den Singular bilden und umgekert; die bekannten Zeitformen durchkonjugieren; Gerund, Infinitiv, etc. bilden;... je nachdem, was man in der jeweiligen Lektion lernt, was man kurz zu vor gelernt hat oder auch Sachen, die schon länger zurück liegen.
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Besonders alte (oder auch aktuelle) Lektionstexte lassen sich gut zum Üben verwenden, wenn man sie nochmal zurückübersetzt. Gerade wenn man glaubt den Text schon auswendig im Schlaf zu können, wird man sich wundern wo man z.B. überall Mutationen vergisst...
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Selbsterstellte Diktate üben nicht nur durch ihrer Ausführung, sondern schon bei der Erstellung (etwa die Aussprache). Für den Anfang sollte man bei den Lektionstexten bleiben. Aber daneben finden sich auch unter vielen angegebenen Links eine Menge Texte und Gedichte die man für solche Zwecke gebrauchen kann. Selbstverständlich Tengwar - Bei Tengwar gilt vor allem schreiben, schreiben, schreiben...Im Grunde kann man mit den Tengwar-Texten genauso verfahren wie auch mit den normalen Texten.
- Um andere Wörter zu überprüfen, lässt sich dieses geniale Tool sehr gut nutzen.
- Nicht umsonst hat Tolkien seine Tengwar in bestimmte Zeilen sortiert. Tengwar in einer Zeile entsprechen einer bestimmten Gruppe von Lauten (z.B.: d - b - g - (gw)). Sich das ganze Zeilenweise einzuprägen, kann also eine Möglichkeit sein.
Konversation - Wer die 1.x Ausgabe des Pedin Edhellen sein eigen nennt, sollte sich zwar unbedingt die 2.x zulegen, hat dafür aber bei den Konversations-Teilen noch die netten Übunsvorschläge auf Papier. Leider finden sich dazu aber keine Auflösungen (absichtlich - ansonsten wären sie auch noch in der 2.x Version). Auch ohne sind sie als Anregung nicht schlecht.
- Man sollte es also ruhig mal mit eigenen Zusammenstellungen versuchen. Wer sich unsicher ist, kann seinen Dialog auch in ein Forum posten um ihn nach Fehlern durchsehen zu lassen. Die vielen zusätzlichen Vokabeln sollte man tatsächlich auch mal dazu verwenden um eigene Sätze zu formulieren.
- Ansonsten ist es gar nicht schlecht die vorgegeben Sätze wie Vokabeln zu behandeln und sie auch in regelmäßigen Abständen zu wiederholen.
  
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